Kunst als innerer Anker – warum sie mehr ist als Luxus

Einblick ins Skizzenbuch, Erinnerung an inne halten im Alltag

Warum Kunst kein Luxus ist, sondern ein innerer Anker

Es hat bei mir lange gedauert, bis ich das wirklich verstanden habe.

Der eigentliche Klick kam erst 2025.
In dem Moment, als ich angefangen habe, wirklich in meinem Skizzenbuch zu arbeiten.

Nicht vorbereitet. Nicht perfekt.
Nicht suchend nach dem nächsten Kurs, dem nächsten Material, der nächsten Erlaubnis.

Ich kenne dieses innere „Ich brauche noch … dann kann ich anfangen“ sehr gut.
Noch dies lernen. Noch das kaufen. Was eigentlich bedeutet, noch warten.

Doch warten, worauf?

Und genau dort habe ich aufgehört, im Außen zu suchen.
Ich habe angefangen, einfach da zu sein – mit dem, was schon da war.

Erst da wurde Kunst für mich mehr als etwas Schönes.
Sie wurde ein Ort, der mich hält. Ähnlich wie draußen in der Natur zu sein, kennst du das auch?

Wenn ein Raum atmen darf

In meinem heutigen Stil passiert etwas sehr Leises.

Der Raum kann atmen. Nichts schreit.
Nichts will etwas von dir.

Das Bild ist einfach da. Still. Präsent. Offen.

Wie ein leises Zuflüstern:
Du darfst kurz innehalten. Atmen. Bei dir einchecken.
Und dann weitergehen.

Genau das ist mir wichtig.
Dass Kunst nicht fordert, sondern erinnert.

Warum wir uns im Alltag so leicht verlieren

Ich glaube, viele Frauen verlieren sich nicht, weil sie falsch leben.
Sondern weil sie gelernt haben, sich selbst zurückzustellen.

In meiner Generation – ich bin Millennial – war das normal.
„Sei nicht so.“
„Das schickt sich nicht.“
„Halte dich zurück.“

Bedürfnisse wurden oft verschoben, weil sie gerade „unpassend“ waren.
Und dieses Muster trägt sich weiter – ins Erwachsenenleben.

Man funktioniert.
Man organisiert.
Man kümmert sich, meist um andere.

Und vergisst dabei sich selbst.

Was Kunst kann, was Gedanken oft nicht können

Ein Gedanke bleibt im Kopf.
Und Gedanken können laut sein. Schnell. Überfordernd.

Ein Bild ist etwas anderes. Meine Kunstwerke sind anders.

Es existiert im Außen – und führt dich nach innen.

Ein Bild kann ein visueller Anker sein.
Ein Ort, an dem dein Blick kurz zur Ruhe kommt.
Ein wohliger Moment von Stille, mitten im Alltag.

Kunst als Anker im echten Leben

Stell dir vor:

Du kommst gestresst von der Arbeit nach Hause.
Der Kopf ist voll.
Einkaufen. Kinder. Termine. Verpflichtungen.

Du bist schon in Gedanken beim nächsten To-Do, noch bevor du richtig daheim angekommen bist.

Dann gehst du durch deinen Flur.
Und da hängt ein Bild.

Nicht als Deko. Sondern als Erinnerung.

Ja, du hast noch viel zu tun. Und du darfst trotzdem kurz innehalten.

Wie geht es mir gerade?
Was brauche ich jetzt?
Was kann ich mir heute – trotz allem – gutes geben?

Vielleicht sind es nur fünf Minuten.
Aber diese fünf Minuten verändern alles.

Warum meine Kunst kein Luxus ist

Natürlich gibt es Kunst, die Luxus ist.
Status. Dekoration. Prestige.

In meiner Kunst sehe ich etwas anderes.

Ich sehe eine Einladung.
Eine Erinnerung daran, dich in deinem eigenen Leben nicht zu vergessen.

Deshalb gibt es bei mir nicht nur große Werke, sondern auch kleine, erschwingliche Arbeiten.

Weil diese Einladung für viele zugänglich sein darf.

Was bleiben soll

Wenn jemand eines meiner Werke bei sich hat, wünsche ich mir, dass etwas ganz Einfaches bleibt:

Ich bin wichtig.
Ich bin es wert, mich um meine Bedürfnisse zu kümmern – so wie ich mich um meine Liebsten kümmere.

Wenn Kunst das bewirken kann, dann ist sie kein Luxus. Dann, ist sie dein innerer Anker.


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Deine Wegbegleiterin, Laura


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